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Hans

Geboren wurde ich in Braunau und bin mit drei jüngeren Geschwistern aufgewachsen.
Die Eltern meines besten Freundes waren Bauern. Ich verbrachte fast jede freie Minute auf ihrem Bauernhof und träumte als Kind davon, selbst einmal Bauer zu werden.

Als ich in der Volksschule war, sind wir in die Nähe eines Reitstalles gezogen. Ich war fasziniert von den Pferden und beobachtete stundenlang die Reiter mit den Pferden. Das muss ich mal probieren, dachte ich mir. Nur wer sollte die Reitstunden bezahlen?

So habe ich im Reitstall den Stallburschen gemacht und durfte als Lohn für meine Arbeit reiten. 1980 kam ich zu einem Pferdezüchter, der mir professionellen Unterricht gab. In der Folge durfte ich die Jungpferde anreiten und trainieren. Auch an so manchen Turnieren habe ich als Englischreiter teilgenommen.

Englischturnier im Jahre 1980

Nie vergessen werde ich, als bei einem mittelalterlichen Pferdeumzug das Pferd scheute und ich in voller Ritterrüstung herunterfiel. Wie ein Käfer blieb ich am Rücken liegen und konnte nicht mehr alleine aufstehen, denn die Rüstung wog rd. 30 Kilo!

Dann folgten Familienjahre mit meiner ersten Frau, Sohn Michael und Tochter Stefanie. Zum Reiten kam ich nicht mehr so oft, da mich die Aufgaben bei der Feuerwehr sehr in Anspruch nahmen. Durch einen Berufswechsel bin ich 1994 nach Linz übersiedelt.


Ein Bekannter hat mich eingeladen, ihn im Reitstall zu besuchen und das Westernreiten auszuprobieren.
In dieser Zeit habe ich meinen ersten mehrtägigen Wanderritt gemacht und war fasziniert.

Für mich war sofort klar "Das ist es"!

erster Wanderritt 1995

Als mir Christa den Vorschlag "Tausche dein Motorrad gegen ein Pferd" machte, gab's für mich Nichts zu Überlegen - Binnen Tagen verkaufte ich die Maschine und erstand mein erstes Pferd, einen Wallach namens Apache. Endlich ein eigenes Pferd, ein tolles Gefühl!
Aber - noch schöner wäre es, das Pferd zu Haus' zu haben!

Wir haben Inserate gelesen und jeder Feldweg war uns auf der Suche nach einem kleinen Bauernhaus bekannt. Im uns unbekannten Hausruckviertel haben wir endlich ein passendes Objekt, das Pauligut gefunden. Die alte Bruchbude haben wir aus dem Dornröschenschlaf erweckt und im Laufe der Jahre zu einem stolzes Anwesen gemacht.

Die Foursideranch mit den Pferden für mich und das Pauligut mit dem G'wöli für Christa.

Mein Jugendtraum wurde nach dreißig Jahren endlich Wirklichkeit!