Nach monatelangen Vorbereitungen ging's bereits am Dienstag,
dem 14. August 2007 los, denn der Ausgangspunkt des Dreiländerrittes
war die Motley Horse Ranch von Freunden in Ansfelden.
Der chuck-wagon von Andreas war bereits vollbepackt, sodass Lana
auf der Fahrt im Pferdehänger Gesellschaft von Feldbetten, Taschen,
Futtersäcken, Koppelstehern, usw. hatte. |
erste Tag - Ansfelden bis Kürnberg: |
Bei strahlendem Sonnenschein war pünktlich um 8.00
Uhr Abritt und das Abenteuer begann. 450 Kilometer auf teilweise unbekannten
Wegen lagen vor uns. Werden wir bzw. unsere Pferde die Strecke ohne
Probleme bewältigen? Wie wird das Wetter?
Wir waren noch keine 10 Minuten unterwegs, gab's schon den ersten
Grund zum Lachen. Lana hatte mich samt Sattel verloren und stand verdutzt
daneben - der Sattelgurt war gerissen, obwohl ich noch am Vortag alles
kontrolliert hatte. Da wir jedoch für "alle Fälle"
von jedem Ausrüstungsteil Reserve mithatten, war das Mißgeschick
schnell behoben und wir konnten weiterreiten.
Die Enns überquerten wir ohne Probleme beim Kraftwerk in Ernsthofen
und trafen gegen 17.00 Uhr bei unserem ersten Etappenziel, der Ranch
von Siegi im niederösterreichischen Kürnberg ein. |
| Wir wurden herzlich empfangen und die Pferde bestens
versorgt. Abends saßen wir gemütlich im „zukünftigen
Offenstall“ beim Lagerfeuer. Vorm Aufbruch von Andreas und mir
ins Matratzenlager kamen wir mit Sepp auf unser Alter zu sprechen
und haben festgestellt, dass er zwei Stunden jünger ist als ich
- die Matratzen mussten noch länger auf uns warten :-) |
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zweiter Tag - Kürnberg bis Reichraming: |
Heute und morgen sind Siegi mit seinen Paintwallach
Chili Pepper und Sepp mit seinem ungarischen Warmblutwallach Ronny
unsere Trailführer.
Nach einer ausgiebigen Mittagsrast in Losenstein überquerten
wir wieder die Enns und ritten am Radweg zu unserem Abendquartier.
Die Pferde wurden in Boxen und Koppeln untergebracht.
Nachdem es abends leicht zu regnen begonnen hat – genossen wir
einen leckeren warmen Surbraten in der Garage und rollten uns gesättigt
in den Schlafsäcken ein! |
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dritter Tag - durch den Nationalpark Kalkalpen: |
| Heute meine es der Wettergott nicht gut mit uns. Der
anfängliche Sprühregen wurde im Laufe des Tages immer stärker
und es "goss in Strömen". Wir mussten uns voll auf
die Wege konzentrieren und haben durch den dichten Regen nicht viel
von der Landschaft im Nationalpark Kalkalpen gesehen. |
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Eine besondere Herausforderung waren die zahlreichen,
teilweise unbeleuteten Tunnels, der Längste mit ca. 300 m.
Wir waren zwar mit Warnwesten bekleidet, trotzdem überraschten
uns immer wieder unbeleutete Mountainbiker.
Ziel der Tagesetappe war die "Almstube", die sich bereits
in der Steiermark befindet. Als wir ankamen hatte Andreas bereits
die Koppeln aufgebaut und die Hütte eingeheizt. Wir waren froh,
die Pferde rasch versorgt zu haben und endlich in warme, trockene
Kleidung zu kommen. Anschließend trafen wir uns in der talwärts
liegenden urigen Gaststube zum Abendessen.
Hinweis: im Nationalpark kein Handyempfang! |
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vierter Tag - Weißenbachtal bis Selzthal (längste Etappe
mit 53 Kilometer) |
Die Strecke war heute herrlich und die Sonne lachte
endlich wieder vom Himmel :-). Es ging flott durch Wälder und
auf Schotterwegen dahin!
Äußerst anspruchsvoll war der Wandersteig Richtung Ruine
Gallenstein, aber unsere Pferde haben sich tapfer über Holzbrücken,
Stiegen etc. durchgekämpft. Als wir aus dem Wald kamen, konnten
einige Anrainer kaum glauben, dass wir diesen Steig geritten sind.
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| Das Mittagsbier zur Erholung wurde uns kühl vom
Chuck-Wagon serviert. Dann ging es über Admont teilweise zu Fuß
weiter Richtung Selzthal, unserem Ziel, dem Reitertreff Zeiser.Nachdem
wir abgesattelt und unsere Vierbeiner versorgt hatten, bekamen sie
große Koppel und wir genehmigten uns einen Schluck. Bevor wir
von unseren Gastgebern ins Quartier gefahren wurden (endlich eine
Dusche und zwei Nächte ein richtiges Bett), sahen wir nochmals
nach den Pferden. Als sie uns entgegen galoppierten, glaubte Jeder
für sich, er hätte schon zu viel getrunken, da der Boden
unter den Füßen schwankte. Thomas klärte uns jedoch
auf, dass die Schwankungen nicht "vom Alkohol", sondern
den Schwingungen des Moorbodens verursacht werden. |
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fünfter Tag - "Tag des Herren" für Pferd und Reiter: |
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Ruhetag bei strahlendem Sonnenschein!
Ausgeruht und geduscht genossen wir ein gemütliches Frühstück
und weitere kulinarische Köstlichkeiten.
Außerdem wurden heute der Jeep und der Hänger neu sortiert.
Am Nachmittag besuchten wir unsere Pferde auf der Moorkoppel und
unsere Gastgeber. |
sechster Tag - Selzthal über Liezen bis Spital/Pyhrn: |
| Eine Reiterin vom Reitstall Zeiser begleitete uns auf
dem Weg nach Liezen, wo uns von Giga-Sport ein Pressempfang bereitet
wurde. Die Besucher waren sehr erstaunt, als sie auf dem Parkplatz
unsere sechs PS angebunden sahen, während wir in der Almhütte
köstlich bewirtet und mit praktischen Jacken beschenkt wurden.
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Das Wetter war wieder eher unfreundlich mit starken
Regenfällen. Auf einer Alm in 1.260-m-Höhe kamen wir mitten
in ein Gewitter, die Wege waren jedoch herrlich. Auf unserer Tour
über die Alm wurden wir von einer Herde Schottischer Hochlandrinder
durch Sumpfgebiet und Schotterstrassen begleitet.
Die Abfahrtspiste "Kalkgraben" auf der Wurzeralm war wegen
entwurzelten Bäumen unpassierbar, sodass wir uns einen anderen
Weg suchen mußten, um das Ziel, den Landgasthof Seebacher zu
erreichen. |
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| Besonders zu erwähnen sei unser ungewöhnliches
Nachtlager - da keine Betten frei waren, wurden wir vom Wirt kurzerhand
mit den Feldbetten in der Vinothek einquartiert und haben keine Flasche
angerührt :-) |
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Dieser Tag war der anstrengendste für Pferd und
Reiter.
Nicht nur der Rummel um den Empfang in Liezen, sondern auch 1.200
aufsteigende Höhenmeter über Stock und Stein auf feuchten
Böden hatten unsere Pferde zu bewältigen. |
siebenter Tag - Spital/Pyhrn bis Blumauer Alm: |
Bei Sonnenschein und leichtem Wind ging's auf schönen
Wald- und Wiesenwegen über Windischgarsten, vorbei am Panoramaaussichtsturm,
wieder Richtung Nationalpark Kalkalpen. Über den Biwagplatz und
den Steyrsteg - der von den Pferden absolute Trittfestigkeit und volle
Konzentration forderte und keinesfalls für Anfänger geeignet
ist - erreichten wir am frühen Nachmittag unser Ziel, die Blumauer
Alm im Sensengebirge. |
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| Andreas hatte unseren Vierbeinern wie immer eine tolle
Koppel gebaut. Zum Glück waren die Bänder mit Strom versorgt,
denn die weidenden Kühe waren über die neuen Nachbarn sehr
erstaunt. Nach Einbruch der Dunkelheit konnten wir mit dem Fernglas
beobachten, wie Rotwild und Kühe gemeinsam über die Alm
ziehen. |
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| Um 21.30 Uhr legten sich die Ersten im Matratzenlager
zur Ruhe – der Rest nach Zirbengeistverkostung ein paar Stunden
später! |
achter Tag - Blumauer Alm bis Leonstein: |
Bei herrlichem Reitwetter und Sonnenschein kreisten
über uns Geier und Adler.
Heute sehen wir endlich, wie traumhaft die Landschaft ist und stellen
fest, dass unsere Heimat den amerikanischen Nationalparks ebenbürtig
ist! |
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Ab Breitenau folgten wir dem Radweg bis Molln durch
Wälder, Wiesen und teilweise Asphalt. Am Nachmittag kamen wir
in Leonstein an und wurden herzlich vorm Saloon empfangen wurden.
Die Pferde wurden geduscht, gefüttert und bekamen eine riesige
Koppel.
Abends besuchten uns Siegi und Sepp und wir ließen uns den Westernspieß
im gemütlichen Saloon gut schmecken. Unser Schlafplatz war wieder
einmal ein Heuboden. |
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neunter Tag - Leonstein bis Adlwang: |
Wie es sich im Saloon gehört - vorm Abritt ein
Schnaps!
Die Wege im Wald und über Wiesen waren herrlich, das Wetter traumhaft
schön. So wurden wir für kurze Asphaltwege entschädigt.
Um 14 Uhr erreichten wir den Mostheurigen „Gangl in Aig´n“,
wo wir unser Lager im Holzschuppen einrichteten. Andreas hat uns schon
wieder eine tolle Koppel gemacht, wir mußten nur mehr die Pferde
und unseren Magen versorgen. |
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letzter Tag - Adlwang bis Ansfelden: |
| Das Bauernfrühstück bekamen wir um 6.30 Uhr,
anschließend wurden die Pferde gesattelt, die Koppel abgebaut
und alles im Chuck-Wagon verstaut. |
Obwohl wir schon viele Tage unterwegs waren, gingen
unsere Pferde noch sehr flott. Je näher wir dem Ziel kamen, umso
schneller wurden unsere Pferde, sie haben wohl bereits den Sender
in Ansfelden gesehen.
Nachdem alle Pferde versorgt waren, tranken wir noch ein letztes Bier
und ließen wehmütig die vergangenen Tage nochmals an uns
vorüberziehen. |
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Wir hatten gemeinsam zehn wunderbare Tage erlebt und
viele neue Eindrücke gewonnen. Es war herrlich, einmal dem Alltagsstress
zu entfliehen, Tag für Tag mit seinem Pferd in der Natur zu verbringen
und Situationen zu meistern, die manchmal nicht einfach waren.
Wir waren froh, dass alle Pferde und Reiter wieder gesund zurückgekommen
sind!
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| Zum Schluss wurde nur mehr die Frage gestellt - "wohin
reiten wir im nächsten Jahr?" - durchs Innviertel nach Bayern
mit Start von der Foursideranch! |
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